Sommerurlaub in Berlin
Mittwoch, 30. Juni 2010
Die beste Jahreszeit, um in die Hauptstadt zu reisen, ist der Sommer. Zum einen, weil die meisten Einheimischen selbst Urlaub machen und ausgeflogen sind in ihre Sommerhäuschen an den Seen rund um Berlin, zum anderen, weil sich die Stadt dann erst richtig in ihrer ganzen bunten Vielfalt zeigen kann. Überall entstehen wie aus dem Nichts Straßencafés und Stadt-Strände, auf der Spree jagt ein Ausflugsdampfer der anderen, in den verschiedenen Stadtbezirken finden zahlreiche Sommerfeste statt und überhaupt spielt sich das ganze Leben im Freien ab. Kaum ein Park, ein Platz, eine Kirche oder Einkaufsmeile auf der keine Sonnensegel günstig aufgespannt oder Sonnenschirme aufgestellt werden, kaum eine Straße, die ihre Geschäfte und Schaufenstern nicht mit bunten Markisen beschattet und kein Tag, an dem sich kein neues Ausflugsziel bietet.
Besonders schön wird es dann aber am Abend, wenn der Asphalt und die Hauswände die gespeicherte Sonnenwärme bis in die tiefen Nachtstunden an die Umgebung abgeben, wenn der Himmel Berlins langsam sein dunkelblaues Kleid überzieht, an dem durch die Millionen von Lampen der weißen, gelben oder orangen Straßenbeleuchtung leider nie ein Stern zu sehen ist, und man sich einfach treiben lassen kann durch die lauten Straßen der Innenstadt oder die beschaulichen Hinterhöfe neu sanierter Stadtviertel. Sind irgendwann die Augen und Ohren überfüllt von den vielen Reizen und lassen sich die pflastermüden Füße selbst beim besten Willen nicht mehr bewegen, ist es der beste Zeitpunkt, sein Quartier aufzusuchen. Auch wenn der Abend noch viel bereithält, braucht man keine Angst haben, etwas zu verpassen, denn am nächsten Tag warten schon wieder neue Ereignisse auf die Besucher und alte Dinge darauf, von Ihnen neu entdeckt zu werden.











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