Blumen statt Bombodrom und Bundeswehr
Mittwoch, 17. Juni 2009
Die Chancen der Bundeswehr den in Wittstock (Brandenburg) geplanten Truppenübungs- und Luft-Boden-Schießplatz “Bombodrom” zu errichten, stehen schlechter als je zuvor. Das seit 20 Jahren auf der Kippe stehende Projekt “Bombodrom” unterlag nun im Petitionsausschuss des Bundestages mehrheitlich. Der Bundesverteidigungsminister Franz-Josef Jung (CDU) wird nun aufgefordert einen Verzicht des Bauvorhabens in Erwägung zu ziehen.
Was sich zunächst nur nach einer Empfehlung anhört, ist, da sich der Bundestag in seiner noch austehenden Entscheidung wohl an die Aussage des Petitionsausschusses halten wird, das wahrscheinliche Ende der Pläne von Herrn Jung dort einen Luft-Boden-Schießplatz zu errichten.
Als Grund für die Ablehnung gab man an das Einwände der Bombodrom-Gegner, insbesondere hinsichtlich der zu erwartenden Lärmemmission, durchaus nachvollziehbar seien. Der Ministerpräsident von Brandenburg, Micheal Platzeck (SPD), forderte den Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) auf, seine Pläne aufzugeben. Offiziell hält das Verteidigungsministerium ihr weiteres Vorgehen offen, wobei ein Sprecher des Ministeriums sogar davon sprach das die Frage nun “völlig offen” sei.
Die Bürgerinitiativen “Freier Heide”, “Freier Himmel” und “Pro Heide”, welche als “Hauptgegner der Bundeswehr” antraten, sind sich Ihrer Sache dagegen schon sehr sicher und so finden bereits Gespräche zur zivilen Nutzung der Kyritz-Ruppiner Heide statt.
Manchmal überkommt einen doch das Gefühl Deutschland ist das einzige Land in dem ein solches Verfahren über 20 Jahre andauern kann. Andererseits, wäre das Verfahren bereits nach kurzer Zeit entschieden worden, wäre die Kyritz-Ruppiner Heide jetzt vielleicht unter dem Begriff “Bombodrom” bekannt. Auch nicht so toll, dann lieber 20 Jahre Bürokratiekrieg!
Schlagwörter: Bombodrom, Brandenburg, Bundeswehr, Jung, Wittenstock











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