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Durch Deutschland ohne gottes Segen

Freitag, 29. Mai 2009

Berlin, Schlagzeilen

Wer kennt sie nicht, die Werbung christlicher Vereine in U-Bahnen, auf Bussen, in Flughäfen und sonstigen öffentlichen Plätzen. Da ist oft von Jesus Christus die Rede und zumeist wird ziemlich direkt und unverblümt versucht, den Leser der Werbebotschaft davon zu überzeugen das ein Leben mit ebendiesem Propheten erfüllender sei als eines ohne.

Wir leben in einem vornehmlich christlich geprägten Land und so ist an dieser kommerziell plazierten Art der spirituellen Begegnung eigentlich auch nichts Außergewöhnliches. Wenn allerdings umgekehrt versucht wird die Menschen mit atheistischen Botschaften davon abzubringen an so etwas wie Gott zu glauben, ist das Staunen groß und Werbeplätze stehen nicht zur mehr Verfügung.

So erging es jetzt einer Gruppe Atheisten bei dem Versuch über Spendengelder eine ähnliche Aktion zu starten und einen Bus mit der Aufschrift: “Es gibt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ) keinen Gott!” zu beschriften. Dem Vorhaben wurden nach Angaben der Organisatoren von Beginn an Steine in den Weg gelegt, was damit anfing das sich die Busbetreiber und die Öffentlichen Verkehrsmittel weigerten den Spruch auf einem ihrer Busse zu platzieren.

Insgesamt wurde in 17 deutschen Städten vergeblich angefragt. Als Argument der Ablehnung wurde meist  angegeben das  man “Gottverachtende Werbung” nicht verantworten kann, da  man zur Neutralität verpflichtet sei.  Die Organisatoren streben nun, wohl mehr aus Prinzip, eine Musterklage gegen die Dikriminierung der Religionslosen an. In Leipzig gab es zunächst sogar eine Zusage die aber schnell aufgrund des “massiven Protest einzelner Fahrgäste” zurückgenommen wurde.

Die Sache mit dem Bus wurde nun kurzerhand in die eigene Hand genommen, so dass nun die Deutschland-Tour beginnend in Berlin starten kann. Die Reaktionen der Menschen sind laut Organisatoren gemischt. Während sich einige in Ihrem Glauben beleidigt fühlen, führen andere das Argument der Meinungs-, und Religionsfreiheit an. Sogar seitens der Kirche gab es schon positives Feedback: “Eine Diskussion ist besser als den Glauben und Gott überhaupt nicht zu thematisieren”

Die Atheismus-Aktivisten betonten mehrmals das es ihnen keinenfalls um das beleidigen gläubiger Menschen geht. Man will hier wohl lediglich zum Nachdenken motivieren. Bei objektiver Betrachtung drängt sich aber schon die Frage auf, wiso Werbung für den Glauben, nicht aber für den Nicht-Glauben gemacht werden darf?!

Die BVG will als Resümee dieser Fragestellung das Religionsthema, ob pro oder contra, komplett aus ihren Werbungen fernhalten. Auch eine Lösung!

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