Ein Balanceakt für Axel Springer
Dienstag, 26. Mai 2009
Am Montag wurde vor dem Axel Springer Bau, Verlag der Bild-Zeitung, im Stadtteil Berlin Kreuzberg eine Statue enthüllt, welche nach Wunsch des Künstlers und der Besitzer von nun an als Symbol von Freiheit und Selbstbestimmung stehen soll. Altbundeskanzler Richard von Weizäcker und Friede Springer, Witwe des 1985 verstorbenen Axel Springer, zogen gemeinsam an dem Tuch das die Statue verbarg.
Das Kunstwerk das den Namen “Balaceakt” trägt soll sowohl an den Mauerfall als auch an die Grundsteinlegung des Axel Springer Baus erinnern. In seiner Rede lobte Weizäcker das Engament des Verlegers Springers für die deutsche Einheit. Spätestens hier fragt man sich doch wie es ein Verlag, der in den Augen vieler jahrzehntelang ausschließlich Schundjournalismus, Medienhetze und Gehirnwäsche am Volk betrieben hat, zu solch hohen Ehren kommen kann.
Aber es soll ja auch Altbundespräsidenten geben, welche jede Gelegenheit nutzen erneut in den Medien zu stehen. So gratulieren auch wir zu diesem ausergewöhnlichen “Balanceakt” und wünschen Ihnen auch in Zukunft einen derart sachlichen und aufgeklärten Blick auf die deutsche Medienlandschaft, Herr Weizäcker.
Aber die Frage bleibt doch irgendwie offen: Was hat die der Springer Verlag jemals außergewöhnliches für die Wiedervereinigung getan, außer dem was ein Verlag nun mal so tut - berichten und Berichte verkaufen?
Schlagwörter: Axel Springer, Balanceakt, Bild-Zeitung, Statue, Weizäcker











16. Jun. 2009 um 14:01
der artikel ist gut =)
leider steht dieser verlag so selten kritisch in den bürgerlichen medien…
16. Jun. 2009 um 15:05
Danke!
…in der Tat!