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Der Stadtviertel-Steckbrief: Neukölln

Donnerstag, 23. April 2009

Berlin, Bezirke / Stadtviertel

Berlin Neukölln

Berlin Neukölln

Name: Neukölln

Fläche: 44,9 km²

Einwohner: 308.954

Bevölkerungsdichte: 6876 Einwohner/km²

Durschnittliche Kinderzahl: 1,44 (Berlin: 1,37)

Kurzinfo:

Wer einmal die Medienberichterstattung in z.b. Süddeutschland mitbekommen hat, dem ist vielleicht aufgefallen wie selbstverständlich das Berliner Stadtviertel Neukölln in einem Zuge mit der Bezeichnung “Ghetto” fällt. Dafür sind zahlreiche, nicht selten sensationsgeile Berichte über die Rütli - Schule und über allgemeine Integrationsprobleme verantwortlich.

Wenn man dann allerdings eine Zeitlang in eben diesem Bezirk lebt, wundert man sich fast schon über das fatale Bild. Denn auch wenn es den Tatsachen entspricht das soziale Problemsituationen herrschen, hat Neuköllns Alltag weder viel mit dem knallharten Dasein eines indischen, afrikanischen oder südamerikanischen Slumbewohners, noch mit den Ghettos in den USA zu tun.

Fest steht jedoch das eine hohe Massenarbeitslosigkeit, schlechte Bildung sowie eine große Anzahl jugendlicher Schulabbrecher die großen Probleme des Viertels sind. Im Kontext mit der überdurchschnittlichen Bevölkerungsdichte gesehen, bleiben da natürlich auch soziale Probleme nicht fern.

Sehenswürdigkeiten in Neukölln sind unter anderem das Schloß Britz, die Bethlehemskirche und die Britzer Gärten. Mit dem Volkspark “Hasenheide” befindet sich außerdem eine der schönsten und gemütlichsten Grünanlagen Berlins am Neuköllner Hermannplatz.

Geschichte: „In Rixdorf ist Musike“ lautet der Refrain eines alten ohrwurverursachenden Musikstückes. Und wer sich jetzt fragt was Rixdorf mit Neukölln zu tun hat, dem sei gesagt das das heutige Neukölln bis ins Jahr 1912 den Namen Rixdorf trug.

Man entschied sich dafür den Namen zu ändern weil die Stadtväter der Hoffnung waren das dieser etwas Sittsamkeit und Anstand in das Viertel der frivolen Unterhaltung bringen wird. Denn schon damals, ähnlich wie heute, galt das Viertel in den Augen der Behörden als Hort der Kriminalität und der schlechten Sitten.

Der Name Neukölln wiederum leitet sich, über ein paar Ecken, aus der spätmittelaterlichen Doppelstadt “Berlin-Cölln” ab. Im Oktober 1920 wurde Neukölln dann schließlich nach Groß Berlin eingemeindet.

Zu Grundungszeiten im Jahre 1360 n.Chr. gehörte Neukölln dem Johanniterorden an, weswegen das Neuköllner Wappen auch heute noch das Johanniterkreuz abbildet.

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2 Kommentar(e)

  1. Paradoxon sagt:

    da bin ich ja zufällig auf diesen blog gestoßen…und werde mal einen link hierher setzen…
    ich arbeite übrigens in neukölln um diesen arbeitslosen menschen und perspektivlosen jugendlichen wieder chancen zu geben - aber mal ehrlich - ich bin froh im dazu doch beschaulichen köpenick zu wohnen…
    aber recht hast schon - es ist kein ghetto und dort abends über die straßen zu spazieren ist genauso gefährlich wie in vielen anderen kiezen oder anderen großstädten in deutschland - es kommt immer auf das miteinander an und wer eine horde von betrunkenen jugendlichen erziehen möchte mit “recht und ordnung und früher gab es sowas nicht” - der wird nicht nur in neukölln probleme bekommen

  2. Kevin sagt:

    Danke für dein Feedback! Und ich geb Dir vollkommen Recht das eine erziehung a la “recht und ordnung und früher gab es sowas nicht” nicht funktionieren kann!

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"Der Stadtviertel-Steckbrief: Neukölln"

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