Die BVG will wieder mehr Geld von seinen Kunden
Samstag, 14. März 2009
Wir haben ja bereits über die wirtschaftliche Talfahrt der BVG geschrieben. Klar das nun wir Berliner dem Unternehmen aus der Patsche helfen müssen. Zwar soll es in diesem Jahr (2009) eine Nullrunde geben, dafür steigen aber wohl 2010 die Preise. So jedenfalls würde es gerne der BVG-Vorstandsvorsitzende “Andreas Sturmowsk” haben.
Laut seinen Angaben sind für die Erhöhung steigende Personalkosten durch Lohnerhöhungen schuld, sowie erhöhte Betriebskosten. Auch wenn es bei den Dieselpreisen aktuell ein Tief gibt, müsste im Jahresverlauf wieder mit einem Anstieg gerechnet werden. Die BVG ist sowieso meisten chronisch Geldkrank und spürbare Verbesserungen gibt es kaum.
Nicht nur die Spritpreise machen dem Unternehmen zu schaffen, auch die gestiegenen Stromkosten liegen der BVG auf dem Magen. Einziger und natürlich auch einfachster Weg aus der Misere ist eine Preiserhöhung für die Kunden. Das VBB-Abo 65plus kostet dann z.B. 74 anstatt 45 Euro.
Glücklicherweise darf die BVG ihre Preise nicht selber anpassen, sondern muss einen Antrag beim Verkehrsverbund und Senat stellen. Besonders ärgerlich für uns Berliner, ist die geplante Erhöhung von BVG-Chef Sturmowski für die Einzelfahrscheine. Ganze 20 Cent soll es rauf gehen und somit würde ein Fahrschein dann 2,30€ für den Bereich AB kosten.
Eines muss man der BVG aber lassen, viele andere Städte der Welt haben erheblich höhere Kosten für ihre Kunden. Berlin ist ja bekanntlich eher günstig als teuer und bietet dazu noch eine gute bis sehr gute Infrastruktur, was natürlich auch die vielen Berlin Touristen entgegen kommt.
Angeblich soll jedenfalls die Preisehöhung nichts mit der Wirtschaftskrise und den fehlgeschlagenen Leasing-Geschäften zu tun haben. Irgendwie schwer vorzustellen, nun wo die BVG dadurch tief Rote Zahlen schreibt. Das Jahresergebnis für 2008 weist mit 247 Millionen Euro ein Rekord-Minus auf.
500 Millionen Euro durchschnittliche Einnahmen durch Ticketverkauf, reicht dem Verkehrsunternehmen anscheinend nicht. Das ist wohl aber nicht genug, der Staat fördert noch mal mit ganzen 350 Millionen Euro. Zusammen also ein Batzen von 850 Millionen Euro und trotzdem wird in Zukunft der Ticketpreis jährlich um 1-2% erhöht werden. Bravo!











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