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Die Berliner Schnauze und der Dialekt im Fokus

Sonntag, 25. Januar 2009

Sonstiges

Ja die Berliner, ein Großstadtvolk mit großer Geschichte, speziellem Charme und die bekannte “Berliner Schnauze”. Für die Berliner ist das natürlich nichts Neues oder Besonderes, aber ausländische Gäste, sehen diesem “Merkmal” eher negativ entgegen.

Deutschland im Allgemeinen ist ja nicht gerade für die Offenheit und Nettigkeit seiner Bevölkerung bekannt. Auch Berlin hat da seine Eigenheiten. Dies sollte natürlich möglichst schnell geändert werden. Daher startete 2008 auch eine 10,6 Millionen teure Imagekampagne für Berlin.

Wir wollen daher dem “Mysterium - Berliner Schnauze” bzw. Dialekt mal näher auf den Grund gehen. Der “Berlinerische” bzw. “Berlinische” Dialekt wird nicht nur in Berlin gesprochen, nein sogar in Brandenburg wird so in manchen Orten gesprochen. Dieser Dialekt ist eine sog. Mundart, welcher sprachwissenschaftlich eigentlich kein Dialekt ist, sondern ein sehr selten anzutreffender “Metrolekt”.

Hier nun Erklärungen zu einigen Berliner Dialekten:
- Muckefuck & Kinkerlitzchen
Muckefuck, zu Französisch “mocca faux”, ist ein künstlich hergestellter “Kaffee” aus Zeiten von “Friedrich dem Zweiten”. Kinkerlitzchen hat im Volksmund die Bezeichnung für ein wertloses Schmuckstück. Außerdem nutzen Berliner das Wort um Albernheit, Nichtigkeit und Unsinnigkeit auszudrücken.

- Schrippe
Die Schritte ist die Berliner Bezeichnung für “Brötchen”. Eine geschmierte Brotschnitte hingegen, wird als “Berliner Stulle” bezeichnet.

- Bulette, Keule und Göre
Kaum einer in Berlin benutzt das Wort “Frikadelle”, stattdessen wird das weit verbreitete Wort “Bulette” benutzt. Weitere lustige Bezeichnungen sind “Bäckerbraten und Kampfbrötchen”. Die Berliner lieben ihre kreativen Wortkreationen.

Ein weiteres Wort ist “Keule”. Nein hiermit ist kein Nahrungsmittel gemeint, sondern es steht für “Bruder”. Neben Keule wird auch öfters “Atze” verwendet. Je nach Bezirk variiert die Nutzung der beiden Wörter.
“Göre” ist auch so eine Berliner Erfindung und mittlerweile deutschlandweit bekannt. Benutzt wird es meistens anstatt des englischen Wortes “girl”. Auch werden in Berlinerich “unartige Mädchen” so bezeichnet.

- Stulle und Dufte
Eine Scheibe Brot nennt man in Berlin oft “Stulle”. Auch öfters verwendet wird der Begriff in der Prignitz und im Ruppiner Land. Das Wort “dufte und schniecke” bedeutet so viel wie “chick bzw. schön”. Frauen benutzten dabei das Wort “schniecke” öfter, und Männer “dufte”.

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